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Vers. 1.9

www.winkwitz.com

seit 2009

Winkwitz, Proschwitz und Rottewitz

Siedlungstyp, Gemeindezugehörigkeit
Dorf Winkwitz, Landgemeinde;
1939 Proschwitz u. Rottewitz eingemeindet;
1994 nach Meißen eingemeindet

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Wissenswertes zur Windmühle Proschwitz

Ortsjubiläen von Winkwitz, Proschwitz und Rottewitz

Siedlungsform und Gemarkung:
Gassendorf gewannähnliche Streifenflur 147 ha (1900)Karte6   Karte7

Bevölkerung:
1547/51 : 10 besessene(r) Mann, 6 Inwohner, 9½ Hufen,
1764 : 14 besessene(r) Mann, 2 Gärtner, 1 Häusler, 9¼ Hufen je 21 Scheffel,
1834 : 137,
Karte41871 : 151,
1890 : 166,
1910 : 255,
1925 : 229,
1939 : 228,
(ohne Proschwitz
u. Rottewitz)
 
1946 : 542,
1950 : 628,
1964 : 585,
1990 : 440

 

 

 

 

Verwaltungszugehörigkeit:
1406 : Pflege Großenhain,
1547 : Erb-Amt Meißen,
1696 : Anteil Erb-Amt Meißen, 1696 : Anteil Amt Oschatz,
1764 : Anteil Erb-Amt MKarte5eißen, 1764 : Anteil Amt Oschatz,
1816 : Erb-Amt Meißen r. d. E.,
1843 : Amt Meißen,
1856 : Gerichtsamt Meißen,
1875 : Amtshauptmannschaft Meißen,
1952 : Landkreis Meißen,
1994 : Landkreis Meißen

 

 

Kirchliche Organisation:

nach Zscheila gepfarrt 1539 u. 1930 - 2001 zu Trinitatis-Kirchgemeinde Meißen-Zscheila

Karte9

 

Ortsnamenformen:
1241 : Wingozwiz , 1245 : Wigoswitz , 1250 : Wincwiz ,        1277 : Wingozwiz , 1280 : Winkewitz , 1325 : Wynkwicz ,  1501 : Wynckwicz , 1525 : Wunckewicz

Alle obigen Daten und Angaben wurden uns freundlicher Weise durch das “Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.” ( www.isgv.de ) zur Verfügung gestellt.

“Ein Auszug aus dem Stadtlexikon Meißen, verfasst von Dr. Günter Naumann”

Gemeinde Winkwitz
Die Gemeinde Winkwitz umfasst die Dörfer Winkwitz, Rottewitz und Proschwitz. Alle drei Gemarkungen erstrecken sich von der Hochfläche (Zadel-Winkwitzer-Lößplatte) bis ins Elbtal (Naturraum Elbtal nördlich von Meißen). Landschaftlich wird das Gebiet der Dörfer geprägt vom Elbtal, Weinbergslagen, aufgelassenen Steinbrüchen, Landwirtschaftsflächen und bewaldeten Seitentälern der Elbe. Die drei Ortskerne liegen auf der Hochfläche. Die Häuser im Elbtal gehören zu Proschwitz, Winkwitz bzw. Rottewitz. Zu Proschwitz zählen auch noch einige Häuser am Ausgang des Heiligen Grundes.
Am 01.10.1939 wurden Winkwitz, Rottewitz und Proschwitz zur Gemeinde Winkwitz ver- einigt, die man am 01.01.1994 mit 426 Einwohnern und 467 ha nach Meißen eingemeindete.

Winkwitz
Ein Gassendorf, das erstmalig 1241 als Wingozwiz benannt wurde. Der Name wurde abge- leitet von Wingoz, ein von Slawen geprägter Personennamen.

Rottewitz
Straßendorf, geprägt von ausgesprochen großen Dreiseit- und Vierseithöfen. Erstmalig benannt wurde es als Rothiboresdorf im Jahre 1074, abgeleitet vom altsorbischen Personennamen Ratibor.

Proschwitz
Straßendorf das baulich vom Schloss Proschwitz dominiert wird. 1250 als Proszwicz erstbenannt, vom altsorbischen Personennamen Prosz abgeleitet.

Straßengeschichte
Um 1959 erhielten die Straßen erstmals Straßennamen und die Ortsnummern der Hausgrundstücke wurden durch Hausnummern an Straßen abgelöst.
Die Dorfstraße in Winkwitz erhielt um 1959 den Namen Rosa-Luxemburg-Straße, die seit 1994 Winkwitzer Straße heißt. An dieser Straße liegen am Ortseingang neuere Einfamilienhäuser und im Ortskern ehemalige Bauernhöfe. Zum Elbhang hin entwickelte sich ab 1895 eine Splittersiedlung (z. Bsp. ehemalige Schule – Grundsteinlegung 15.03.1900). Am Ortsausgang nach Rottewitz wurden nach 1990 Einfamilienhäuser errichtet. An den Seitenstraßen (Thomas-Müntzer-Straße, Schulgasse, Am Knorrberg, Eichberg) liegen weitere Häuser.
Die Elbtalstraße wurde von 1935 bis 1938 gebaut. Den amtlichen Namen erhielt sie etwa 1959. Verkehrsfreigabe für den Abschnitt Knorre bis Karpfenschänke war im Februar 1936, für das Teilstück Knorre bis Hafenstraße im Juli 1938. Schwierigster Bauabschnitt war der Felsdurchbruch am heutigen Hotel Knorre.
Die Dorfstraße von Rottewitz erhielt 1959 den Namen Ernst-Thälmann-Straße, die 1997 in Rottewitzer Straße unbenannt wurde.
Die durch Proschwitz bis zur Höhe des Bocksberg führende Straße erhielt um 1959 den Namen Straße der Befreiung, denn Einheiten der Roten Armee waren 1945 über diese Straße in Proschwitz eingerückt. 1997 erfolgte die Umbenennung in Proschwitzer Straße.
Der Straßenname Heiliger Grund gilt amtlich ab etwa 1960 und gilt für den Wirtschaftsweg der durch das Tal Heiliger Grund führt und Proschwitz durchquert.




Heiliger Grund
Ein tief eingeschnittenes Tal, welches sich von Proschwitz in Richtung Meißen zieht. Der Name geht auf die wundersamen Legenden um den Bischof Benno (Meißner Bischof 1066-1106) zurück, welche mit diesem Tal in Verbindung gebracht werden. Der heilige Grund gehört zu einer Vielzahl beliebter Wander- und Spazierwege rund um die Dörfer.

Knorrgrund
Bewaldetes Seitental der Elbe, das vom Knorrbach durchflossen wird und sich von Winkwitz bis zur Knorre erstreckt.

Bennokanzel
Bereits seit 1938 bestehender, beliebter Aussichtspunkt auf einem steil zur Elbe abfallenden Felsen mit Blick in das Elbtal und zum Burgberg.

Katzenstufen
Schon mehr als dreihundert Jahre besteht der Stufenweg als kürzeste Verbindung von der Elbtalstraße nach Proschwitz, mitten durch die hervorragende Weinbergslage Proschwitzer Katzensprung.
 
Knorre
So genannt wurde der einst zum Rittergut Proschwitz gehörende felsige Bergabhang am heutigen Hotel Knorre. Dieser Hang reichte früher von der Bennokanzel bis in die Elbe. Als Schifffahrtshindernis wurde ein Teil bereits vor 1821 gesprengt. Mit dem Bau der Elbtalstraße wurde durch die Schaffung eines Felsdurchbruchs der Hang zerstört und es blieb nur noch ein isoliert stehender Felsen übrig.

Schloss Proschwitz
Barockschloss mit öffentlich zugänglichem Park in Proschwitz. Schloss Proschwitz ist ein überaus beliebtes Ausflugsziel mit einer langen Geschichte und Namensgeber für das Weingut Schloss Proschwitz – Prinz zur Lippe.

Mit diesen bei weitem nicht vollständigen Ausführungen wollen wir neugierig machen auf Winkwitz und Umgebung. Eine Fülle von interessanten historischen Fakten ließe sich hier aufschreiben, viele Seiten können gefüllt werden, aber Ziel ist es, Interesse an unserer Heimat zu wecken, sich damit zu beschäftigen und vielleicht weitere interessante Fakten zu erschließen.



Die hier genannten Geschichtsdaten sind dem Stadtlexikon Meißen entnommen, verfasst von Dr. Günter Naumann, einem allen Interessierten empfohlener Wissensquell.

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